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06.03.2019
Bremen-Nord fit machen!
Das Mitmachprogramm der CDU
Hier finden Sie die aktuelle Version unseres Mitmachprogramms "Bremen-Nord fit machen!"

BREMEN-NORD FIT MACHEN!

Unsere „Stadtteile am Fluss“ lebens- und liebenswert machen!

 

Wir brauchen mehr Arbeitsplätze.

Wir brauchen bessere Verkehrsmöglichkeiten.

Wir brauchen mehr Wohnraum.

Wir brauchen mehr und bessere Betreuungs- und Bildungsangebote.

 

 

Wo wir in 2019 in Bremen-Nord stehen

Bremen-Nord mit seinen Stadtteilen Burglesum, Vegesack und Blumenthal ist innerhalb der Stadtgemeinde Bremen eine weitestgehend eigenständige Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsregion. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist mit 19 je 100 Einwohner deutlich geringer als im sonstigen Stadtgebiet, wo auf 100 Einwohner 57 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze kommen. Dieses Weniger an wohnortnahen Arbeitsplätzen birgt die Gefahr von Abwanderungen und Einwohnerverlusten. Soziale und wirtschaftliche Probleme wie Kaufkraftverlust, erhöhte Arbeitslosigkeit und Rückgang von Nahversorgungseinrichtungen kennzeichnen die Lebenslage in einigen Ortsteilen der Region Bremen-Nord.

Durch eine jahrelang hohe Zahl von Einbruchdiebstählen, eine zunehmende Verrohung in Teilen der Gesellschaft, durch wiederholte Straftaten großen Ausmaßes in sozialen Brennpunkten, die dortige Bildung von Parallelgesellschaften sowie unbesetzte Planstellen bei der Polizei ist das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger erheblich eingeschränkt.

Durch bislang unzureichende Strukturmaßnahmen des rot-grünen Senats sind keinerlei wirksame Maßnahmen zur Stärkung des Arbeitsplatzstandortes Bremen-Nord umgesetzt worden. An einer offensiven Bau-, Mobilitäts- und Kinderbetreuungspolitik mangelt es ebenfalls.

Das gut gemeinte „Integrierte Struktur- und Entwicklungskonzept (ISEK)“ für den Bremer Norden ist über eine Analyse des Ist-Zustandes und wenige Umsetzungsvorschläge nicht hinausgekommen. Es gibt definitiv keine konkreten Investitionen! Nicht ein einziger Cent wurde auf Grund des ISEK investiert, geschweige denn im Haushalt eingestellt!

Im Bereich der Sportstätten gibt es einen großen Sanierungsbedarf. Die Kennzahlen zur Gesundheit der nordbremischen Bevölkerung (z.B. Zahnstatus bei Einschulung, Anzahl der Übergewichtigen bei Einschulung, in einzelnen Ortsteilen geringere Lebenserwartung als im Bevölkerungsdurchschnitt) zeigen, dass Gesundheit und Sport durch eine gemeinsame und zielgerichtete Politik unterstützt werden müssen.

Wir haben hinsichtlich der Notwendigkeiten für Bremen-Nord kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Deshalb braucht Bremen-Nord einen besonderen politischen Stellenwert im künftigen Senat. Nicht auf Verwaltungsebene, sondern auf der politisch höchsten Ebene, im Geschäftsbereich einer Senatorin oder Senators, muss die Verantwortlichkeit für die Zukunft unserer Region gelegt werden.

Bremen-Nord als „Stadt am Fluss“ hat das Potential für eine bessere Zukunft!

Wir als CDU haben in einem beispiellosen, zwei Jahre andauernden Prozess der gelebten vielfältigen Bürgerbeteiligung dieses Programm „Bremen-Nord fit machen!“ gestaltet.

„Bremen-Nord fit machen!“ ist somit ein Programm der Bürgerinnen und Bürger aus Bremen-Nord für Bremen-Nord.

Unser nachstehendes Programm erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir werden als CDU Bremen-Nord auch nach der Wahl am 26. Mai 2019 das Beteiligungsprogramm „Bremen-Nord fit machen!“ fortschreiben und weiterhin den regelmäßigen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern führen. Für uns ist dies eine dauerhafte Herausforderung: Wir wollen, dass Bremen-Nord aufholt. Wir wollen Bremen-Nord noch lebens- und liebenswerter machen. Wir wollen Bremen-Nord fit machen!

 

Von den Bürgerinnen und Bürgern am meisten gewollt: Eine attraktive Nahversorgung

Ob jung oder alt, im Berufsleben stehend oder als Rentner am „Lebensabend“- die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine gute Infrastruktur vor Ort. Hierzu zählen saubere und intakte Straßen und Wege, attraktive, bezahlbare Wohnmöglichkeiten, nahe Betreuungseinrichtungen, Schulen, Sport- und Freizeitstätten, ein zuverlässiger öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), nahe Einkaufsmöglichkeiten, eine präsente Polizei sowie eine gute medizinische Versorgung.  

 

1.          Wohnraum für alle – attraktiv und bezahlbar 

Burglesum, Vegesack und Blumenthal sind lebenswerte Teile Bremens. Wohnen am Wasser und wohnen im Grünen sind vielfach möglich. Leider finden nicht alle Bürgerinnen und Bürger passenden Wohnraum in unseren drei Stadtteilen. Dass dies nicht an einer mangelnden Baubereitschaft liegt, zeigen unsere Umlandgemeinden. Dort verwirklichen vor allem junge Menschen ihren Traum vom eigenen Haus. Junge bremische Familien ziehen ins Umland, eine fatale Entwicklung. Veraltete Bebauungspläne behindern den Ausbau von Dachgeschossen oder das Bebauen von Grundstücken „hinten im Garten“. Viele Häuser werden angesichts der demografischen Entwicklung von alleinstehenden Älteren genutzt. Diese würden sich solche Maßnahmen wünschen, um Unterstützung bei der Wohnraumbewirtschaftung oder dem Erhalt ihrer Häuser zu bekommen. Die vielen Ressourcen, die sich anbieten, wurden vom rot-grünen Senat kläglich vernachlässigt. Auch hier gilt: Es gibt kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Wir werden nach Regierungsübernahme eine attraktive Bauoffensive starten: Wir werden durch die Bereitstellung von mehr brachliegenden und baureifen Flächen die Bauaktivitäten in Bremen-Nord massiv ankurbeln. Durch die schnellstmögliche Wiederbesetzung freier Stellen, die personelle Verstärkung des Bauamts Bremen-Nord sowie durch die Möglichkeiten der Digitalisierung werden Bauanträge schneller genehmigt.

Die generelle 25%-Quote von Sozialwohnungen bei Neubauvorhaben in Bremen-Nord muss vom Tisch. Sie widerspricht in bestimmten Quartieren Bremen-Nords der gewollten sozialen Durchmischung. Bremen-Nord hat das Potenzial, ein moderner und vielseitiger Wohnort zu werden, der Haus- und Wohnungssuchende auch aus dem Umland stark anzieht!

Wir wollen „einfach, flexibel und schnell“ den vorhandenen Wohnraum durch ein gesondertes Förderprogramm nutzbar machen: Wer in den Altbau investiert oder „in die Häuser der Älteren“ zieht, der soll gefördert werden. Neben der Schaffung von Wohnraum ist dies auch eine menschliche und soziale Aufgabe der Zusammenführung der Generationen.

Wir werden nach der Regierungsübernahme alle Möglichkeiten des Bürokratieabbaus, der Beschleunigung von Baugenehmigungsverfahren sowie von Förderprogrammen nutzen, um mehr Wohnraum im Bestand sowie durch Ausbau und Neubau zu schaffen!

 

2.          Sicheres Wohnumfeld und sichere Wege – unerlässlich für die Visitenkarte Bremen-Nords

Die Bürgerinnen und Bürger Bremen-Nords wünschen sich Sicherheit und Sauberkeit in ihren Wohnquartieren und auf den Straßen und Wegen. Angstfrei auch in den dunklen Abend- und Nachtstunden auf den Straßen, an Haltestellen und Bahnhöfen unterwegs sein zu können, bedeutet gelebte Lebensqualität. Wir werden durch eine starke und präsente Polizei, durch intakte und saubere Quartiere, durch eine digital unterstützte Ausleuchtung von Straßen, Wegen und Plätzen sowie durch punktuelle Videoüberwachung für ein Mehr an Sicherheit sorgen.

Wir werden die Polizeipräsenz stärken, die freien Stellen der Kontaktpolizisten wiederbesetzen und dafür sorgen, dass Straftaten und Ordnungswidrigkeiten deutlich zurückgehen und Bremen-Nord ein sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Unternehmen „sicherer“ Lebens- und Wirtschaftsstandort wird. Die Bürgerinnen und Bürger Bremen-Nords haben ein Recht auf eine stark ausgestattete und in den Stadtteilen präsente Polizei, die sich „vor Ort“ bestensauskennt! Die Ausstattung mit Polizeirevieren, Außenstellen, Streifenwagen und Einsatzkräften muss stets „auf Höhe der Zeit“ sein! Es gilt der Leitsatz „so viele Polizeibeamte wie möglich auf die Straße“ und „so wenig wie nötig in den Innendienst“! Durch ein Weniger an Straftaten und Einbruchdiebstählen wird Bremen-Nord objektiv sicherer. Durch konsequenten Einsatz von Videoüberwachung an besonderen öffentlichen Plätzen und identifizierten Gefahrenbereichen wird das Sicherheitsgefühl gestärkt. Straftaten können zwar nicht verhindert, aber deren Verfolgung nachweislich verbessert werden! Ein langfristiger Rückbau der „Grohner Düne“ muss gesamtgesellschaftliches Ziel sein!

Unsere Berufsfeuerwehr, unsere sieben Freiwilligen Feuerwehren mit ihren Jugendfeuerwehren sowie der Rettungsdienst verdienen höchste Wertschätzung. Nicht politische Sonntagsreden, sondern konkrete Unterstützung muss geleistet werden. Wertschätzung heißt für uns eine bestmögliche persönliche Schutzausrüstung sowie eine moderne technische Ausstattung für die Berufs- und Freiwillige Feuerwehr. Bei den Freiwilligen Feuerwehren und in Teilen auch beim Sanitätsdienst handelt es sich um ein Ehrenamt, das nicht mit anderen Ehrenämtern vergleichbar ist. Unsere fünf Jugendfeuerwehren in Bremen-Nord haben eine hohe Bedeutung, auch zur Nachwuchsgewinnung. Dabei leisten die Jugendwarte und Betreuer eine herausragende Arbeit. Wir sehen die Politik auf allen Ebenen gefordert, auch schon bei den Jugendlichen optimale Rahmenbedingungen zu schaffen.

Der Neubau des Gerätehauses der Freiwillige Feuerwehr Farge muss zügig fertiggestellt werden. Eine neue Schwerpunktfeuerwehr ist in Burglesum geplant - die Freiwilligen Feuerwehren Burgdamm, Lesumbrok und Grambkermoor wollen sich an einem gemeinsamen Standort zusammenlegen. Wir werden hierzu schnell in die erforderlichen Planungen eintreten, damit dieses Vorhaben realisiert werden kann.

Wir werden nach Regierungsübernahme all unsere innenpolitischen Maßnahmen in enger Absprache und Beteiligung mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sowie mit den Beiräten umsetzen!

 

3.          Bessere Erreichbarkeit und mehr Mobilität – durch einen intelligenten Verkehrsmix 

Die aktuelle Verkehrssituation der Autobahn A27 macht es deutlich: Bremen-Nord als „Vorstadt“ braucht eine leistungsfähige Verkehrsanbindung! Für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die in Bremen-Nord ansässigen Unternehmen ist es existenziell, auf leistungsfähige und intakte Verkehrsverbindungen zählen zu können!

Die Autobahnen A27, A270 und A281, der Heerstraßenzug in Lesum und Burg-Grambke, die Busverbindungen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) sowie die Verbindungen der Nordwestbahn (NWB) sind elementare Verkehrsadern für den Bremer Norden. Ein einziger schwerer Unfall oder das Einrichten einer Baustelle reicht, um nahezu den gesamten Verkehr zum Erliegen zu bringen. Anwohner Burglesums leiden schon jetzt unter dem täglichen Verkehrskollaps, vor allem zu den Stoßzeiten.

Die immer häufigeren Ausfälle von Lokführern bei der NWB sorgen für erheblichen Unmut bei den Nutzern, denn eine verlässliche Fahrt zum Arbeitsplatz oder zu einer fachärztlichen Behandlung in die Innenstadt ist immer weniger möglich. Dies schmälert nachweislich die Attraktivität Bremen-Nords als Wohn- und als Arbeitsstandort. Wir werden bei der nächsten Ausschreibung der Regionalbahn für die Zeit ab 2022 darauf achten, dass ein wirklich leistungsfähiger Verkehrsträger den Auftrag für einen reibungslos funktionierenden Bahnverkehr erhält. 

Wir setzen auf einen intelligenten Verkehrs-Mix. Digitalisierung bietet hierfür enormes Verbesserungspotenzial. Alle Fortbewegungsmittel werden zukünftig umfangreich und kundenfreundlich vernetzt sein und hierfür eine Vielzahl benötigter Daten erfassen und untereinander austauschen. Für Berufspendler, aber auch für mobilitätseingeschränkte und ältere Mitbürger, bietet die Digitalisierung des Verkehrs ganz neue Möglichkeiten und sprichwörtliche Bewegungsfreiheiten. Sogenannte Mobilitätsstationen, an denen zwischen Carsharing, Pedelec und ÖPNV schnell und einfach gewechselt werden kann, müssen zum Alltag auf den Straßen und Wegen Bremen-Nords gehören. Zur „normalen“ Zukunft gehören auch Auskunftsportale, die Zugänge zu barrierefreien Verkehrsmöglichkeiten gewähren.

Wir setzen auf intelligente Mobilität. Zu einer solchen „Smart Mobility“ gehört auch eine intelligente Baustellenplanung mit abgestimmten Plänen zwischen Akteuren und Betreibern unterschiedlicher Versorgungsnetze. Intelligente Mobilität beinhaltet zudem die Einbeziehung intelligenter Stromnetze (smart grid) in den Verkehrsbereich. Hierbei stellt die Elektromobilität einen entscheidenden Baustein für die Energiewende im städtischen Nahverkehr dar. Beide Innovationsfelder gehen Hand in Hand: Die Automatisierung auf der einen und die Elektrifizierung auf der anderen Seite. So kann die Automatisierung helfen, Reichweiten-Vorhersagen von Elektrofahrzeugen zu verbessern und deren Nutzung gerade auch im Carsharing-Bereich zu verbessern. Automatisierte Funktionen können den Nutzwert und die Attraktivität von E-Autos deutlich erhöhen. Eine Parkplatzsuche kann intelligenter und effizienter gestaltet werden.

Wir werden in Bremen-Nord neben der notwendigen Verbesserung der Verbindungen der BSAG und der NWB folgende Maßnahmen durchführen:

-       Intelligente Carsharing-Konzepte, Parkplatzsuche und Steuerung des Verkehrs mit den technischen Möglichkeiten der Digitalisierung umsetzen

-       Straßenlaternen auf LED-Technik umstellen, mit Steckdosen ausstatten, um E-Autos zu laden

-       Ladeinfrastruktur ausbauen: in den Parkhäusern, auf den P&R-Plätzen für Autos sowie in den Fußgängerzonen, Einkaufsbereichen, an öffentlichen Gebäuden und Bahnhöfen für E-Bikes und E-Rollstühle Ladestationen einrichten 

-       Bahnhof Vegesack und Bahnhof Burg: Ausbau zu einem modernen Mobilitätsknotenpunkt

-       Regionalbahn attraktiver gestalten: Neue Haltepunkte in Farge-Ost und in Grambke

Unser Bremen-Nord muss mit einer guten Anbindung in die Innenstadt punkten. Kurzfristig müssen hierzu bei der BSAG und bei der NWB alle notwendigen und möglichen Maßnahmen stringent durchgeführt werden. Nicht die Einsparung von Bussen und die Erhöhung der Taktzeit, sondern das gezielte Investieren aufgrund der besonderen Lage Bremen-Nords muss das Leitbild einer neuen Verkehrspolitik sein. Dazu gehören auch eine Neu-Ausrichtung der Buslinien, etwa durch Konzepte wie „Bus on demand“, bedarfsgerechtere Taktzeiten insbesondere für Ortsteile wie Farge-Rekum sowie ein großzügigerer Kurzstreckentarif.

Der hohe Straßen-Sanierungsstau von über 200 Millionen Euro macht sich auch an den Straßen in Bremen-Nord bemerkbar. Marode Straßen, Fuß- und Radwege müssen schneller als bisher saniert werden.

Wir werden nach der Regierungsübernahme die Mobilität zu einem Schwerpunkt unserer Politik machen, denn die bisher zu langen Wege zu den einzig in Bremen-Stadt vorgehaltenen Angeboten wie beispielsweise Theater, Stadtbibliothek, Gesundheitsamt, Weserstadion und „Stadthalle“ verlangen nach einer klugen und zielgerichteten Verkehrspolitik!

 

4.          Gute Betreuung, Bildung und Sport – wichtig für das ganze Leben

Die aktuelle Lage: Immer mehr Schulen in Bremen-Nord „rufen um Hilfe“ und benennen die konkreten Probleme und besonderen Herausforderungen: veraltete Infrastruktur, fehelende digitale Ausstattung, Lehrkräftemangel, hoher Krankenstand, Unterrichtsausfall sowie Respektlosigkeit gegenüber den Lehrkräften kennzeichnen den Alltag. Im Bildungsvergleich nimmt Bremen in sämtlichen Studien einen der letzten Plätze ein, doch der Bremer Senat unternimmt zu wenig gegen diesen Missstand. Im Gegenteil: Anstatt den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz umzusetzen, kommt das verantwortliche Bildungsressort beim notwendigen Bau von neuen Kitas nur schleppend voran. Allerdings wird Bremen-Nord nur durch ein über den aktuellen Bedarf hinaus bestehendes Angebot an Kita- und Schulplätzen attraktiver für Familien. Bauflächen müssen auch hier schneller ausgewiesen werden und Investoren unterstützt und nicht vergrault werden.

Die schulischen Bildungsangebote müssen attraktiv, anziehend und erfolgversprechend sein. Jede Schülerin und jeder Schüler muss gute Startchancen in das Berufsleben haben, um bei Vorstellungsgesprächen gegen Mitbewerber aus Niedersachsen nicht länger den Kürzeren zu ziehen. Der von linksideologischen Kräften wiederholte Versuch des Abschaffens der Gymnasien ist abzulehnen. Um die Startvoraussetzungen zu verbessern, wurde der jahrelange CDU-Vorschlag nach einem verbindlichen und somit beitragsfreien letzten Kindergartenjahr beschlossen. Entwickelt werden soll es als vorschulisches Jahr mit pädagogischen Schwerpunkten. Der Fokus soll dabei vor allem auf dem Einüben von sprachlichen Fähigkeiten und der Unterrichtssprache Deutsch liegen. Wir werden nach Regierungsübernahme dafür sorgen, dass Gymnasien nicht abgeschafft, sondern gleichberechtigt unterstützt werden, und dass unsere Schulkinder in allen Vergleichstests einen deutlichen Sprung nach vorne machen und mindestens einen Mittelfeldplatz in den Rankings erreichen!

Den geplanten Berufsschul-Campus auf dem Blumenthaler BWK-Gelände werden wir zügig umsetzen. Die erforderlichen baurechtlichen Voraussetzungen werden wir noch in 2019 schaffen.

Bezüglich der Schulinfrastruktur müssen dort, wo nachweislich Bedarf besteht, neue Schulen entstehen. In Blumenthal muss aufgrund steigender Schülerzahlen eine vierte Oberschule gebaut werden. Die von der Bildungsbehörde geplanten Erweiterungen der drei vorhandenen Standorte verursachen deutlich höhere Baukosten als ein Neubau und beeinträchtigen den Unterricht während der Bauzeit. In Burglesum muss zeitnah eine weitere Grundschule entstehen, um alle Kinder versorgen zu können.

Das digitale Lernen muss endlich Einzug halten in unsere schulische Realität: Wir werden dafür sorgen, dass alle Schulen und mit ihnen alle Schülerinnen und Schüler Bremen-Nords von den Chancen der Digitalisierung profitieren. Sie sollen stets auf aktuellstem Stand und damit konkurrenzfähig sein. Wir werden alle Bildungseinrichtungen mit einer flächendeckenden und leistungsfähigen IT-Infrastruktur ausstatten. Neben einer Breitbandverbindung gehört auch ein kostenloses WLAN dazu. Moderne Medien müssen in den Unterricht Einzug halten. Den Schülerinnen und Schülern muss der verantwortungsvolle Umgang mit neuen Medien in der Schule vermittelt werden.  

Sport hält unsere Gesellschaft fit. Sportflächen, Sporthallen und die gesamte Infrastruktur müssen deshalb ein gezieltes und verlässliches Investitionsprogramm bekommen. Auch Einrichtungen wie die Finnbahn „Am Löh“ sowie die Sportanlage in Marßel oder das Sportbad Bremen-Nord müssen modernisiert werden! Die Sport- und Freizeitbäder in Vegesack, Blumenthal und Burglesum müssen dauerhaft als Teil der gesundheits- und sportpolitischen Daseinsvorsorge finanziell gestärkt werden. Die Bäder müssen durch engere Kooperation mit den Schulen und Vereinen fester Bestandteil der Gesundheitsförderung werden. Sporthallen, die auch von Vereinen genutzt werden, dürfen nicht länger sehenden Auges verfallen. Wir müssen und werden die vernachlässigten Sportstätten zügig wiederherrichten. Allein in Burglesum beträgt der Sanierungsstau der Sporthallen über 11 Millionen Euro. Nach Regierungsübernahme werden wir uns dafür einsetzen, deutlich und spürbar mehr in Bildung, Betreuung und Sport zu investieren!

 

5.          Modernes Einkaufen, ansprechende Kultur und hohe Aufenthaltsqualität vor Ort – Bausteine für ein attraktiveres Bremen-Nord

Bremen-Nord bietet viel Platz für Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten. Allerdings werden noch nicht alle Potenziale zielgerichtet genutzt.  Den Einzelhändlern sollte in Zusammenarbeit mit den örtlichen Beiräten mehr Spielraum bei verkaufsoffenen Sonntagen eingeräumt werden. Die Ladenöffnungszeiten sollten mit Rücksicht auf Feiertage und die Belastung der Beschäftigten flexibilisiert werden. Den Leerständen von Ladenlokalen muss entgegengewirkt werden, hierzu werden wir nach Regierungsübernahme die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) beauftragen. Die konsequente Blockadehaltung von Rot-Grün bei der Anpassung des längst überholten Nahversorgungs- und Zentrenkonzepts muss durchbrochen und der Realität angepasst werden. Seit Jahren stehen Investoren bereit, um etwa in Fähr-Lobbendorf in einen Verbrauchermarkt zu investieren, doch die Umsetzung scheitert an den unrealistischen und strengen Vorgaben des Nahversorgungs- und Zentrenkonzepts. Im Zeitalter von Online-Handel sind solche Konzepte mit starren Grenzen fehl am Platze und wahre Fortschrittshemmnisse! Insbesondere in den verkehrsträchtigen und touristischen Bereichen wie Bahnhöfen und dem Hafen Vegesack müssen Pflaster und Bordsteine barrierefrei angepasst werden, damit alle Bremen-Norder und touristischen Gäste am Ortsgeschehen teilnehmen können.

Wir streben eine Stärkung des Einzelhandels durch Digitalisierung an, da wir möchten, dass unsere örtlichen Einzelhändler auch noch in zehn oder mehr Jahren existieren und die Chance haben, gegenüber den großen globalen Playern zu bestehen. Wir möchten, dass unsere Stadtteilzentren lebendige Treffpunkte bleiben und sich stets modern weiterentwickeln. Dafür müssen und werden wir den lokalen Einzelhandel unterstützen: Dies kann geschehen durch attraktive Angebote wie gemeinsame Plattformen oder Apps mit Mitteilungen über „Angebote vor Ort“, wenn man sich ins lokale und freie WLAN einloggt. Dies kann ebenso möglich sein durch „online schauen und bestellen“ plus „vor Ort abholen“. Eine möglichst einheitliche Online-Plattform für Bremen-Nord und seine Händler, wo Produkte, Service und Lieferung anschaulich und zugleich konkurrenzfähig dargestellt und angeboten werden, halten wir für ein zukunftssicherndes Investitionsprojekt für Bremen-Nord.

Kunst und Kultur sind und bleiben ein wesentlicher Bestandteil Bremen-Nords. Die Kultureinrichtungen vor Ort sind nicht nur für Touristen wichtig, sondern auch für uns Nordbremer existenziell und identitätsstiftend. Kultur ist nicht immer kostendeckend darstellbar. Kulturelle Werte, kulturelle Vielfalt sowie kulturelle Traditionen sorgen für Zusammenhalt, Orientierung, Identität und Kreativität. Wir werden daher unsere Kultureinrichtungen fortlaufend unterstützen. Projektbezogene Förderungen können ein Mittel sein, um die Kultur in unserer Region voran zu bringen. 

Die Entwicklung des einstigen U-Boot-Bunker Valentin von einem Marinematerialdepot hin zu einem besonderen geschichtlichen Denkort ist ein herausragendes Beispiel für kulturelle Entwicklung. Wir wollen eine bessere verkehrliche und zugleich attraktivere Anbindung durch einen größeren Busparkplatz vor Ort sowie optional durch einen Schiffsanleger am Rekumer Weserufer. 

Wir werden nach Regierungsübernahme in Zusammenarbeit mit den Kaufleuten, den Kulturschaffenden, den Beiräten und vielen Initiativen vor Ort die Aufenthaltsqualität Bremen-Nords deutlich erhöhen!

 

6.          Von Jung bis Alt gesund – durch gute ärztliche und klinische Versorgung vor Ort 

Das medizinische Angebot des Klinikum Bremen-Nord als „regionaler Maximalversorger“ muss fortlaufend durch bedarfsgerechte Investitionen unterstützt werden. Stillstand bedeutet Rückschritt! Das Klinikum bietet eine große Versorgungsbreite von der Geburt bis ins hohe Alter an. Dieser Standard muss erhalten und nachhaltig gesichert bleiben. 

Durch eine bedarfsgerechte und wohnortnahe Versorgung mit Haus- und Fachärzten muss die Region weiterhin gestärkt werden, nur so bleibt das Leben in Bremen-Nord attraktiv. Kooperationen zwischen Kliniken und Ärzten sowie die Möglichkeiten der Digitalisierung müssen so unterstützt werden, dass jeder Patient ein „passendes Angebot“ zur gesundheitlichen Versorgung findet. 

 „Bremen-Nord gesünder machen“ bedeutet konsequente Förderung des Sports in den Kitas, Schulen und Vereinen. Der Anteil der Kinder mit Zahnerkrankungen, krankhaftem Übergewicht und motorischen Entwicklungsstörungen muss verringert werden. Gesamtziel muss es sein, die Lebenserwartung der Menschen auch in den sozial benachteiligten Quartieren zu steigern. Wir werden nach Regierungsübernahme die Gesundheitslage Bremen-Nords auch zu einem Standortfaktor machen!

Wir schlagen vor, Bremen-Nord zu einer Modellregion „Digitalisierung im Gesundheitswesen“ zu machen:

Wir sehen die Digitalisierung im Gesundheitswesen als Chance für Bremen-Nord.  Durch Vernetzung aller Akteure im Gesundheitsbereich würden viele Arbeitsabläufe vereinfacht. Die ersparte Zeit soll direkt den Patienten zu Gute kommen, Informationen können besser übermittelt und Fehldiagnosen minimiert werden. 

Für die Einführung der vielfältigen Möglichkeiten der Elektronischen Patientenakte, wie beispielsweise die Einbindung rund um Verordnungen und Medikamentenpläne, bietet sich Bremen-Nord mit seinen 100.000 Einwohnern als Modellregion an.

 

7.          Ohne Wirtschaft ist alles nichts - mit aktiver Wirtschaftsförderung und moderner digitaler Infrastruktur Arbeitsplätze schaffen!

Bremen-Nord braucht zusätzliche Arbeitsplätze! Während im übrigen Stadtgebiet 57 Arbeitsplätze pro 100 Einwohner bestehen, hängt Bremen-Nord mit nur 19 Arbeitsplätzen pro 100 Einwohner der wirtschaftlichen Entwicklung deutlich hinterher. Das „Integrierte Struktur und Entwicklungskonzept (ISEK)“ stellt lediglich eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Situation dar, ist aber bei Weitem nicht ausreichend. Daher werden wir einen „Schwerpunkt Bremen-Nord“ bei der Wirtschaftsförderung Bremen zur gezielten Förderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unserer Region einrichten.

Um als Wirtschaftsstandort attraktiver zu werden und mehr Arbeitsangebote zu schaffen, muss in Bremen-Nord als eine weitgehend eigenständige Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsregion massiv und nachhaltig investiert werden. Um Bremen-Nord als Ganzes attraktiver zu machen, werden wir die Gewerbeflächen und Wohnbauflächen bedarfsgerechter und schneller entwickeln und bislang nicht genutzte Synergien zwischen örtlicher Wirtschaft und Jacobs University zur Schaffung von Arbeitsplätzen erzeugen. Dazu werden wir den Bestand und die Entwicklung der Jacobs University uneingeschränkt sicherstellen und den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis sowie die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft fördern.

Wir werden das Gelände der Bremer Wollkämmerei in Blumenthal als Gründerzentrum und Campus für Handwerk, Gewerbe, Start-up-Unternehmen und Berufliche Schulen entwickeln.

In Zeiten immer weiter voranschreitender Arbeitsflexibilisierung mit Home-Office, mobilem Arbeiten und Automatisierungen im Wohnumfeld sowie Streaming-Angeboten braucht es eine leistungsfähige IT-Infrastruktur mit schnellem Internet. Wir werden leistungsfähige Netze in ganz Bremen-Nord vorantreiben und so die digitale Infrastruktur verbessern.

Auch die Verwaltung soll digital werden: Wir werden die Verwaltung zum echten Dialogpartner des mündigen Bürgers entwickeln - digital und analog.  Durch Vereinfachung und Straffung der Arbeitsabläufe, Genehmigungsverfahren und Beratungen werden wir die E-Gouvernement-Strukturen auf den modernsten Stand bringen. Wir setzen uns auch für „Bremen-Nord als Modellregion Digitale Verwaltung“ ein. 

Wir werden nach Regierungsübernahme die Stärkung der Wirtschaft Bremen-Nords mit dem Ziel der Erhöhung der Arbeitsplätze zu einem politischen Schwerpunkt machen. 

 

Nachwort:
Unser Programm „Bremen-Nord fit machen!“ ist gelebte Bürgerbeteiligung. Dieses wird laufend fortgesetzt- auch wenn wir Regierungsverantwortung übernehmen. 
Haben Sie Anregungen oder Wünsche? Dann kommen Sie mit uns ins Gespräch! Gestalten Sie mit! 



Zusatzinformationen
aktualisiert von Bettina Hornhues, 14.03.2019, 11:53 Uhr
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